Haare färben & tönen – Ideen für deine perfekte Haarfarbe

Oft werden graue Haare auch gefärbt oder getönt – eine simple Methode, den gewohnten und natürlichen Look aufrecht zu erhalten. Aber wie funktioniert das Haare färben und was für Unterschiede gibt es?
Unterschiede zwischen Haare färben und Haare tönen
Grundsätzlich verändern beide Methoden die Haarfarbe für einen gewissen Zeitraum. Beim Haare färben und tönen verändern allerdings beide Vorgänge die Farbe auf andere Art und Weise.
Das Haare tönen ist die schonendste Technik zur Farbveränderung. Dabei wird das Haar nicht geöffnet und die Pigmente legen sich lediglich um die einzelnen Haare. So wird das Haar nicht unnötig strapaziert, aber die Färbung hält allerdings auch nur ein paar Haarwäschen. Außerdem kann eine einfache Tönung keine extremen Farbergebnisse erzielen, dadurch dass die Farbe die eigentliche Haarfarbe quasi nur „überdeckt“ und nicht verändert. Graues Haar wird durch eine Tönung nicht umgefärbt.
Weiter gibt es Intensivtönungen. Diese Möglichkeit zur Haarfärbung stellt den Mittelweg zwischen Tönung und Färbung dar. Die Intensivtönung enthält Chemiestoffe, anders als die Tönung, die das Haar leicht öffnen. Dadurch macht es die Farbe im Haar haltbarer, sodass sie einige Wochen im Haar bleibt. Die Chemie in der Intensivtönung öffnet die äußere Schuppenschicht, sodass die Farbe so etwas in das Haar eindringen kann. Ein Vorteil einer Intensivtönung ist, dass kein Ansatz entstehen kann. Dadurch dass sich die Farbe auswäscht statt rauszuwachsen, wird die Färbung mit der Zeit nur weniger intensiv und es entsteht kein harter Kontrast.
Neben den Tönungsmethoden kann das Haar natürlich auch gefärbt werden. Beim Haare färben wird das Haar etwas dauerhafter verändert, sodass die Farbe rauswachsen muss und sich nicht auswaschen lässt. Natürlich ist dieser Vorgang aber auch schädlicher und strapazierender für das Haar. Dabei wird das Haar mithilfe chemischer Stoffe geöffnet und die natürlichen Farbpigmente dauerhaft aufgehellt. Das Ergebnis ist deutlich extremer als das der Tönungen und überdeckt auch graues Haar einwandfrei. Es entsteht allerdings besonders bei extremen Farbveränderungen mit der Zeit ein starker Ansatz, um den man sich schon nach einigen Wochen oder Monaten kümmern muss, je nachdem wie schnell das Haar wächst. Hierfür empfiehlt sich eine Kurzhaarfrisur für gefärbte Haare, bei der das Nachfärben sowie das Rauswachsen schnell geht. Dauerhaftes Haare färben kann das Haar außerdem brüchig und trocken machen.
Der Unterschied zum Tönen liegt in der Art und Weise, das Haar zu färben. Während die Tönung ohne Chemie agiert und lediglich einen Mantel um das Haar legt, greifen Intensivtönung und Färben aktiv in die Faserschichten der Haare ein und fügen entweder Pigmente hinzu oder ändern die Pigmente komplett.
Die Vorgehensweise beim Färben und Tönen

Haare tönen
Wichtig ist zu Beginn den passenden Farbton auszusuchen. Wie schon erklärt, kann bei der Tönung kein großer Unterschied zwischen Gefärbtem und dem natürlichen Ton erwartet werden.
Dann werden alle Utensilien bereitgelegt und die Umgebung so geschützt, dass die Farbe ihr nichts ab kann. Dabei ist auch die angrenzende Gesichtshaut wichtig, die einfach mit einer Gesichtscreme eingeschmiert wird und somit nicht verfärbt. Außerdem braucht es einen Kamm sowie mindestens eine große Haarklemme zum Abteilen und Hochstecken der Haare.
Normalerweise werden die Haare vor dem Tönen nur angefeuchtet und nicht gewaschen, das ist aber von Tönung zu Tönung unterschiedlich. Weiter wird die gesamte Tönung auf das Haar aufgetragen – hier immer an die Anleitung halten. Während die Tönung einwirkt, legt sich der Farbmantel um das Haar und bleibt dann nach dem Auswaschen für einige Zeit.
Haare färben
Auch beim Färben der Haare ist das Aussuchen des richtigen Farbtons sehr wichtig – wahrscheinlich noch wichtiger als bei der Tönung, da die Farbe ja deutlich länger zu sehen ist. Wenn alle Utensilien bereit liegen und die Umgebung geschützt ist, wird die Farbe angemischt. Wieder ist das Halten an die Anleitung wichtig! Normalerweise enthalten dauerhafte Haarfärbemittel drei Komponenten: Ammoniak, ein Färbemittel und Wasserstoffperoxid.
Der Ammoniak lässt das Haar erst einmal aufquellen, sodass das Wasserstoffperoxid eindringen kann und die natürlichen Pigmente aufhellt. Das Haar ist nun eigentlich blond, durch das ebenfalls hinzugefügte Färbemittel bekommen die Pigmente aber dann die erwünschte Farbe. Die Farbmoleküle heften sich aneinander. Danach wird das Haar wieder so gut es geht geschlossen und die künstlichen Pigmente sind eingeschlossen. Die Farbe bleibt und wird mit der Zeit nicht ausgewaschen. Außerdem sind die Farbmoleküle so groß, dass sie hängen bleiben.
Nach der Anwendung wird die Schuppenschicht so gut es geht mit Pflegemitteln erneut geschlossen und repariert – das klappt aber nur zeitweilig. Das Haar ist nach dem Färben dauerhaft geschädigt.
Arten der Färbe – und Tönungsmittel
Grundsätzlich kann man bei den verschiedenen Färbemitteln sehr gut zwischen mit Chemie und ohne Chemie unterscheiden. Wer ohne Chemie färben möchte, der sollte zu folgenden Mitteln greifen:
Einfache Tönungen – sie greifen das Haar nicht an, verändern die Haarstruktur nicht und sind somit meistens chemiefrei. Wichtig: Einfache Tönungen nicht mit Intensivtönungen verwechseln, die kommen nämlich nicht ohne Chemie aus.
Natürliche Haarfärbeprodukte – Henna, Schwarztee, Walnuss-Schalen oder Kamillentee sind sozusagen Hausmittel zum Färben der Haare. Hier kommt man ganz ohne Chemie aus, darf aber auch nicht zu viel Veränderung erwarten. Meist geht es dabei eher um ein leichtes Aufhellen oder Verdunkeln des natürlichen Tons. An die Ergebnisse chemischer Mittel kommen sie natürlich nicht ran.
Mit Chemie zu färben ist weniger schonend für das Haar, aber auch effektiver für das Ergebnis. Hier ein paar Arten von Färbemitteln:
Sogenannte Pflanzenhaarfarbe – diese natürlichen Haarfarben, die es in Drogeriemärkten etc. zu kaufen gibt, sind häufig für ein Haarfärbemittel recht schonend, kommen aber leider für ein gewisses Ergebnis meistens auch nicht ganz ohne Wasserstoffperoxid aus. Hier ist beim Kauf wichtig: einen Blick auf die Verpackung werfen. Bei den etwas natürlicheren Farben sind oft auch nur bestimmte Nuancen möglich, grelle Farben gibt es hier nicht.
Intensivtönung – Ohne Chemie kommt die Intensivtönung nicht aus, ist aber auf Dauer nicht ganz so schädlich und langanhaltend wie eine Coloration.
Coloration – die permanente Coloration stellt das womöglich effektivste Produkt zur Färbung der Haare dar. Das Produkt ist natürlich voller chemischer Substanzen, färbt das Haar aber am intensivsten und langanhaltendsten. Wer sich so die Haare färben möchte, sollte entweder den Friseur färben lassen oder viel Erfahrung haben. Bei regelmäßiger Verwendung wird das Haar zerstört und muss gesund nachwachsen – die Verwendung von permanenter Coloration sollte also gut überlegt sein.
Haarfärbemittel auf dem Markt

Prinzipiell gibt es einige große Hersteller von Haarfärbemitteln. Hier ein paar Marken inklusive ihrer bekanntesten Produkte aufgelistet:
Garnier
Besonders die „Olia Hair Coloration“ ist ein Bestseller und wird in zahlreichen Tests auf die ersten Plätze gestellt. Ganz besonders wichtig ist hierbei das gute Preis-Leistungsverhältnis. Das Produkt hält wohl so lange wie es verspricht und braucht keine besonders lange Einwirkzeit. Hierbei handelt es sich um eine, wie der Name schon sagt, chemische Coloration.
Garnier bietet auch Tönungen und andere Haarprodukte an.
Logona Naturkosmetik
Die „Logona Pflanzenhaarfarbe“ wird oft als die beste Haarfarbe 2025 betitelt. Dabei handelt es sich um ein natürliches Produkt ohne chemische Zusätze, das auf Henna, Pflanzen – und Kräuterextrakten basiert. Es soll permanent wirken und leicht aufzutragen sein.
Logona Naturkosmetik hat auch weitere Haarpflege – sowie Kosmetikprodukte im Sortiment und setzt dabei voll auf natürliche Inhaltsstoffe.
Weitere Farbhersteller sind „Wella Professional“ , „L’oréal Paris“ oder auch Schwarzkopf.
Alles Marken, die mit ihren Produkten die ersten Plätze in Qualitätstests belegen.
Haarfarben sind essentieller Bestandteil unseres Äußeren und können bei Veränderung einen ganz anderen Typen aus uns machen. Sie sagen manchmal etwas über unsere Herkunft aus oder womöglich sogar über unseren Charakter. Wir können sie im Nu verändern und mit ihr herumspielen, sie kann uns bei Ergrauung schlecht oder nach einer Veränderung besonders gut fühlen lassen. Die Haarfarbe ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur und unseres Alltags.